Was ist CBD?

CBD ist die Abkürzung von Cannabidiol. Cannabidiol (CBD) ist ein Wirkstoff, der aus Hanf (Cannabis) gewonnen wird. Es stellt eines von über 80 uns bekannten Cannabinoiden dar, die als Transformationsprodukte aus Hanf gewonnen werden. Dem Cannabidiol (CBD) werden sehr viele positive und gesundheitsfördernde Eigenschaften nachgesagt, weshalb es heutzutage unter anderem gegen chronische Schmerzen empfohlen wird. CBD besitzt nachweislich keine psychoaktive Wirkung und kann daher vielfältig unterstützend eingesetzt werden.

Unterschied CBD vs. THC

Beide Stoffe, CBD und THC stammen aus der Pflanzengattung des Hanf (Cannabis). Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) sind Cannabinoide und verdanken beide ihren Namen dem daraus entspringenden Wirkstoff.  Das Cannabinoid CBD bildet die Grundlage für Nahrung, Creme oder Öl und gilt als natürliches Beruhigungsmittel, das im Endocannabinoid-System (ECS) des Körpers andockt. THC hingegen besitzt psychoaktive Wirkung und wird daher vorrangig als Rauschmittel zweckentfremdet, das an Nervenzellenrezeptoren im Gehirn andockt.

Wie wirkt es in unserem Körper?

CBD wirkt auf den Körper, genau wie alle anderen Cannabinoide, durch das menschliche Endocannabinoid-System (ECS). Das ECS ist als ein Teil unseres Nervensystems für unser Immunsystem und das Schmerzempfinden zuständig. Tatsächlich kann unser Körper eigenständig Cannabinoid produzieren, um Einfluss auf Schmerzen, Nerven und Gesundheit zu nehmen. Dafür existieren im Körper eigene Cannabinoid-Rezeptoren, an die sowohl körpereigene als auch pflanzliche Cannabinoide andocken können.

Anwendungsgebiete

Sie finden CBD-Produkte heutzutage in unterschiedlichster Form vor.  Schon vor vielen Jahren waren Hanfblätter wichtiger Bestandteil in der chinesischen Teekultur. Es gibt sowohl Nahrungsmittel, wie Hanfsamen oder auch Hanfsamenöl, als auch verschiedene (Hanf-)Cremes oder Kosmetikwaren, wie Hanf-Peeling oder Shampoo, die den Wirkstoff enthalten. CBD-Öl kann darüber hinaus zum einen als Nahrungsmittelzusatz beim Kochen verwendet oder direkt auf die Haut aufgetragen werden.

Zusätzliche Anwendungsgebiete von CBD-Produkten umfassen:

  • Eindämmung von Entzündungsprozessen
  • Zur Regulierung des Blutdrucks
  • Zur Krampflinderung
  • Linderung von Angstzuständen
  • Anwendung bei Schlafstörungen
  • Auftragen bei  Akne
  • Gegen Übelkeit, Erbrechen und Migräne
  • Kann Stimmungsschwankungen verhindern

Unterschiede CBD Öl vs. Hanföl

Zwischen CBD-Öl und Hanföl besteht ein erheblicher Unterschied, angefangen bei der Herstellung über die Weiterverarbeitung und deren Anwendungsgebiete. Ein Blick auf das Etikett lohnt sich daher beim Kauf. Zum Vergleich: Die Inhaltsstoffe beim CBD-Öl werden durch Extraktion aus allen Teilen der Pflanze gewonnen und mittels Basisöl (z.b. Olivenöl oder MCT-Kokosöl) verdünnt. Bei Hanfsamenöl werden die Hanfsamen kalt gepresst und ergeben das nährstoffreiche Hanfsamenöl, jedoch ohne CBD zu enthalten. Hanfsamenöl eignet sich gut für die Verwendung zum Kochen, wohin gegen CBD-haltiges Öl z.B. bei Schmerzen, Übelkeit oder Schlafstörungen und Kosmetik Anwendung findet. Achten Sie vor dem Kauf deshalb auf die Produktbeschreibung: Die aus CBD gewonnenen Hanftropfen werden oftmals fälschlicherweise mit Hanföl gleichgesetzt.

Qualitätskriterien CBD Öl

Qualitätskriterien sollten beim Händler deines Vertrauens immer transparent beschrieben sein. Eine Auflistung der wichtigsten Hinweise auf die Qualität lautet, wie folgt:

  • wenig Pestizide/Herbizide
  • zertifizierter Anbau nach EU-Sortenkatalog
  • gutes Vollspektrum-Öl enthält hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren
  • CO2-Extraktion gilt als bestes Verfahren zur CBD-Gewinnung

Vollspektrum vs. Isolat

Vollspektrum-CBD beschreibt, wie der Name schon sagt, das aus dem Hanf gewonnene Öl mit den meisten chemischen Verbindungen. Das volle Spektrum seiner Elemente und Inhaltsstoffe ist auf die Extraktion zurückzuführen, durch die in einem chemischen Vorgang neben CBD, eine Anzahl weiterer Cannabinoide, Terpene und Flavonoide aus der Pflanze extrahiert werden.

Ein CBD-Isolat dagegen enthält ausschließlich das Cannabidiol (CBD). Hierbei wird der Wirkstoff aus der Hanfpflanze heraus getrennt und einzeln abgespalten. Eine andere Möglichkeit CBD-Isolat zu gewinnen, liegt darin es künstlich im Labor herzustellen.

Entourage Effekt

Der „Entourage-Effekt“ stammt aus der Cannabis-Forschung und besagt, dass ein Pflanzenstoffgemisch eine höhere biologische Aktivität besitzt als die isolierte Reinsubstanz. Beim sogenannten Entourage-Effekt werden somit Synergien der verschiedenen in der Pflanze enthaltenen Phytocannabinoide und Terpenen genutzt, um mit CBD schon in geringen Dosen ganzheitliche Wirkungen im Körper hervorzurufen. Das Cannabidiol (CBD) spricht im Körper unterschiedliche Regionen an, die miteinander harmonisieren. Der positive Einfluss auf die körpereigenen Enzymsysteme kann daraufhin entzündungshemmende und schmerzstillende Effekte im ganzen Körper gleichzeitig auslösen. Für die optimale Entfaltung und Wirkung des „Entourage-Effekts“ eignen sich vor allem CBD-Produkte mit hoher Anteil an Terpenen.

Geschichte des Hanfs

Hanf oder Nutzhanf, wie er auch genannt wird, ist der Menschheit schon seit Jahrtausenden bekannt. Schon 2800 v. Chr. spielte Hanf eine wichtige Rolle bei der Seefahrt, da er sich dank seiner Reißfestigkeit hervorragend für die Herstellung von Seilen und Segeln eignete. Bekannt ist außerdem, dass Hanffasern in China ca. 100 v. Chr. verwendet wurden, um den Vorgänger des heutigen Papiers zu entwickeln. Im Zeitalter der Kolonialisierung lag die Hochzeit der Pflanzengattung des Hanf, bevor sie durch Industrialisierung und das Aufkommen anderer Stoffe, wie Holz oder Baumwolle, langsam aber sicher in Vergessenheit geriet.

Legalität

Eine häufig gestellte Frage betrifft die Rechtslage zum Cannabidiol (CBD). CBD kann in Deutschland legal erworben und konsumiert werden, wenn es den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Im Betäubungsmittelgesetz steht eindeutig, dass Cannabis verboten ist und bleibt. Ausgenommen von diesem Verbot sind zertifizierte Nutzhanfsorten, die im EU-Sortenkatalog aufgeführt sind, so wie Cannabis mit einem THC-Gehalt von unter 0,2 %. Da CBD-Cannabis diesen Vorgaben entspricht und überhaupt keine psychoaktive Wirkung haben soll, ist ihr Anbau für Privatpersonen zwar immer noch verboten aber für ausgewählte Landwirtschaftsbetriebe erlaubt. Diese Landwirte müssen hohe Auflagen einhalten und die hohe Qualität durch regelmäßige Stichproben sicherstellen, um weiter produzieren zu dürfen.